Heute eine kleine, erfundene Geschichte

Auf den Strassen der Stadt gab es wenig Futter für Moody Fayed, der kleine Hund aus Paraguay. Er wohnte in Villarrica, einer Provinzhauptstadt. Sein üblicher Aufenthaltsort war der Busbahnhof, unweit von der Strasse Gregorio Benitez. Der Busbahnhof war ein guter Platz für ihn, denn die Reisenden warfen schon mal etwas achtlos weg, was er dann geschickt und flink für sich sicherte. Moody Fayed wunderte sich, was Menschen so alles wegwarfen. In der Nähe des Busbahnhofs war eine Pension mit angeschlossenem Restaurant. Als er noch ein Welpe war und die Menschen ihn süss fanden, bekam er dort immer wieder einige Reste zu fressen. Doch diese Zeiten waren leider vorbei. Jetzt war er nicht mehr süss, sondern ein erwachsener Hund und die Menschen fütterten ihn nicht mehr. Längst war der Zeitpunkt vorbei, als er gestreichelt wurde oder sogar Menschen in Erwägung zogen, ihm ein Zuhause zu geben. Nein, jetzt wurde er öfters getreten, angeschrien oder weggejagt. Nur der alte Mann, der nachmittags auf der Bank nahe dem Busbahnhof sitzt, ist der tägliche Lichtblick für die geplagte Hundeseele von Moody Fayed. Und dann passierte es: Der alte Mann nahm den Hund in sein Zuhause. Von da an begann eine völlig neue Lebensgeschichte. Der Hund, ehemals getreten und angeschrien, war überzeugt, dass Warten belohnt wird.

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One Response to Heute eine kleine, erfundene Geschichte

  1. Peter Ischlebauer says:

    Wunderschöne Geschichte ! Bitte mehr davon !!

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